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06.04.2017 Wirtschaftsförderung

Der Konzeptladen setzt auf Kreativität


(Aachener Zeitung v. 04.04.2017-Margret Nußbaum)

Das Angebot im Lokal in der Kückstraße neben dem Quartiersbüro stößt auf Interesse. Designer stellen Taschen und Möbel aus.

Echte Hingucker erwarteten die Besucher im neuen Konzeptladen in der Kückstraße. Anna Talaska und Matthias Erkelenz, Absolventen der Akademie Gut Rosenberg für Handwerks-Design der Handwerkskammer Aachen, stellten ihre Exponate pünktlich am verkaufsoffenen Sonntag und Straßenfest anlässlich der Neuauflage des traditionellen „Schörjerrennens“ bei der Eröffnung des Ladens im neuen Quartiersbüro aus. „Seit längerem hat die Stadt an dieser Stelle ein etwa 115 Quadratmeter großes Ladenlokal – ehemals Schreibwaren Joswig – angemietet. Die Idee mit dem Quartiersbüro und integriertem Konzeptladen entstand im Rahmen des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Innenstadt Baesweiler“. Dirk Pfeifferling, Geschäftsführer des Internationalen Technologie- und Service-Center (its), und Dezernentin Iris Tomczak-Pestel freuten sich über die vielen Neugierigen, die sich für die Exponate der beiden jungen Handwerksdesigner interessierten.

Matthias Erkelenz, gerade mal 23 Jahre jung, hat in seinem beruflichen Leben schon tüchtig Gas gegeben. Nach seiner Ausbildung zum Tischler setzte er noch ein Studium zum Möbel-Designer an der Akademie Gut Rosenberg drauf. Von seinem Können überzeugten sich viele Interessenten, die beim Bummeln am verkaufsoffenen Sonntag den Konzeptladen besuchten. Drei Kurz-Couches in passend aufeinander abgestimmten Farben können vielfältig eingesetzt werden, etwa in Arztpraxen oder Kindergärten. „Auch fürs Wohnzimmer sind die Zwei- oder Dreisitzer ideal“, sagt Matthias Erkelenz. „Sie bieten auch ohne Rückenlehne einen hohen Sitzkomfort.“ Dies liegt unter anderen an den hochwertigen Materialien, mit denen der junge Designer arbeitet. Das Gute: Die Sitzmöbel bleiben erst mal im Konzeptladen, können dort in Augenschein genommen werden – Probesitzen inklusive – und Käufe oder weitere Bestellungen abgewickelt werden.

Das Gleiche gilt für die innovative Kollektion von Handtaschen, Rucksäcken und Buchhüllen – hergestellt von der Raumausstatterin und Handwerksdesignerin Anna Talaska. Wie ihr Kollege Matthias Erkelenz studiert auch sie an der Aachener Akademie Gut Rosenberg. Außergewöhnliche Materialien verwendet die 25-Jährige: neben Leder Feuerwehrschläuche, Lkw-Planen oder Werbebanner. „Jedes Teil meiner Kollektion erzählt eine ganz besondere Geschichte“, sagt sie. Kontakte zu den Künstlern werden für Kauf-Interessierte vom Konzeptladen gern hergestellt und Handtaschen, Buchhüllen sowie Rucksäcke auch vor Ort verkauft.

Die Idee, jungen Designern in Baesweiler ein Forum zu bieten, stammt von Dirk Pfeifferling, der aktiv den Kontakt zur Akademie Gut Rosenberg suchte. „Der Konzeptladen dient als eine Art Inkubator für kreative Einzelhändler oder Gewerbetreibende – mit Sortimenten, die in der Innenstadt fehlen.“ Eine Hoffnung, die Pfeifferling und die Verantwortlichen der Stadt Baesweiler hegen: Auf Dauer sollen Gründer nach einer Startphase im Konzeptladen leere Ladenlokale mit neuem Leben füllen.

Ein weiterer positiver Effekt: Der Laden soll darüber hinaus Vereinen, Künstlern und Kulturschaffenden als Ausstellungsfläche oder Veranstaltungsraum dienen. Er ist Bestandteil des Quartiersbüros – einer Anlaufstelle für Einzelhändler, Immobilieneigentümer, Anwohner sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich hier über den aktuellen Stand und die zukünftigen Maßnahmen des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) Innenstadt Baesweiler“ informieren möchten. Darüber hinaus gibt es Beratungssprechstunden, etwa zu energetischen Sanierungsmaßnahmen, sowie Existenz- und Unternehmensberatungen für den Einzelhandel und das innerstädtische Gewerbe. „Vorschläge nehmen wir jederzeit gern entgegen“, sagt Iris Tomczak-Pestel. „Wir freuen uns über möglichst viele konstruktive Ideen und Anregungen.“


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