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17.05.2017 Wirtschaftsförderung

Ideen für die Stadtentwicklung gefragt


(Aachener Zeitung v. 17. Mai 2017 - Stefan Schaum)

Im Quartiersbüro „Kreativ“ werden die Planungen für das Handlungskonzept vorgestellt. Konzepte gemeinsam entwickeln.

Unentdeckt ist es zum Glück nicht geblieben. Seit gut einem Monat sind Besucher im Quartiersbüro „Kreativ“ an der Kückstraße 21 willkommen. Und so mancher war schon dort. „Ein, zwei Gäste sind es im Schnitt pro Öffnungstag“, sagt Baesweilers Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel. Das ist in Summe zwar nicht enorm, aber dennoch beachtlich. Denn jeder, der das Quartiersbüro betritt, darf eigene Ideen rund um die Stadtentwicklung mit einbringen. Das läppert sich. Und so ist es auch kein Wunder, dass der „Tag der Städtebauförderung“ jüngst in diesem Treffpunkt gefeiert wurde.

„Wir haben hier eine Anlaufstelle geschaffen, die Baesweiler nur gut tun kann“, sagte Bürgermeister Dr. Willi Linkens in seiner Begrüßung. Eine Anlaufstelle vor Ort anzubieten – das sieht der Prozess des Integrierten Handlungskonzepts verbindlich vor – in dessen Verlauf die Stadt einige markante innerstädtische Bereiche neu gestalten und aufwerten möchte. Das Quartiersbüro ist sozusagen die Ideenschmiede. Hier können Bürger sagen, was sie gern schöner, besser oder einfach anders hätten. Vom Anwohner bis zum Einzelhändler. Mal ist der Bürgermeister während der Öffnungszeiten vor Ort im Quartiersbüro, mal ist es die Technische Dezernentin oder Stadtentwicklungsamtsleiter Josef Meyer. „Wir zeigen auch durch diesen Einsatz ganz deutlich, wie wichtig uns die Bürgerbeteiligung ist“, unterstrich Linkens. „Nur durch ein kreatives Miteinander können Städte sich positiv entwickeln.“ Probleme gibt es, die verschwieg Linkens nicht. „Jede Stadt hat Leerstände, auch wir. Und es werden auch noch einige folgen. Aber wir wollen beweisen, dass wir uns jedes einzelnen Ladenlokals annehmen.“ Auch dazu dient das Quartiersbüro: Eine Schnittstelle zu bilden zwischen dem belebten Reyplatz auf der einen und dem Bereich In der Schaf auf der anderen Seite. Hier – etwa auf halber Strecke der langen Einkaufsmeile – können Händler sich auch austauschen und gemeinsame Konzepte entwickeln und verfolgen. Ein solches soll eine neue Beschilderung am Feuerwehrturm sein, die Kunden der Nahversorger auf die weiteren Geschäfte in der Innenstadt hinweist. Die soll in Kürze errichtet werden. Auch einen gemeinsamen Auftritt der Kaufmannschaft – mit Baesweilers Löwen als identitätsstiftendem Merkmal – bereite man vor, ließ Linkens durchblicken. Deutlich größere Brocken – etwa die Umgestaltung des Kirchplatzes oder der Sportparkbereich mit Hallenbad – gilt es dann in den kommenden fünf Jahren anzupacken. „Das sind Dinge, die wir als Kommune kaum alleine leisten könnten“, pries Linkens den Wert der Städtebauförderung. Das wurde gefeiert. Mit Musik vom Saxofonisten Bastian Kind, bei Häppchen und weiteren Vorträgen, unter anderem von Jan Siebenmorgen, Geschäftsführer der Planungsgruppe MWM.

Es waren vier Stunden, die auch dazu dienen sollten, den eher abstrakten Begriff Städtebauförderung auf eine anschauliche, lokal erfahrbare Ebene zu bringen. Diese Aufgabe hat nun auch Christoph Sommer vor sich. Er studiert im sechsten Semester angewandte Geographie und will das Quartiersbüro künftig unterstützen. Praktische Erfahrungen während des Studiums sammeln und Ansprechpartner für die Bürger sein – hört sich ganz nach einer Win-Win-Situation an.


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