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21.01.2019 Presse, Wirtschaftsförderung, Topnews

Einer der bundesweit Besten


(Aachener Zeitung v. 19.01.2019-Thomas Vogel)

Julian Bischoff hat seine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer mit Bravour gemeistert. Nun arbeitet er im Familienbetrieb „Peerless Machine & Tool GmbH“ in Baesweiler.

Mit acht Jahren ist er zum ersten Mal mit Papa zum Kunden gefahren. Oft hat Julian Bischoff im Betrieb zugeschaut. Das Interesse in die Branche einzusteigen war lange vor Beginn seiner Ausbildung zum Machinen- und Anlagenführer schon vorhanden. Vielleicht einer der Gründe für einen bemerkenswerten Erfolg gleich zu Beginn der beruflichen Karriere des 21-Jährigen: den Abschluss seiner Ausbildung als einer der besten Azubis in ganz Deutschland. In Berlin wurde er Anfang Dezember – zusammen mit 216 weiteren frisch Ausgebildeten – vom Präsidenten des Deutschen Indrustrie- und Handelskammertages geehrt, der Bundespräsident sprach, zuvor hatte Ministerpräsident Armin Laschet in Köln auf Landesebene bereits seine Leistung gewürdigt.

Der Beste zu sein, ist viel Arbeit, ist nichts, was einfach zufliegt. Auch Bischoff nicht. „Ich hatte mir das Ziel gesetzt, einer der Besten zu werden“, sagt er. Wirklich damit gerechnet, am Ende bundesweit ganz oben zu stehen, habe er jedoch nicht. An Zielstrebigkeit mangelt es dem jungen Mann, der jetzt im Familienbetrieb „Peerless Machine & Tool GmbH“ in Baesweiler als Servicemanager für den Kontakt zu den Kunden verantwortlich ist, offenbar nicht. Sein Vater Ingo Bischoff war seit drei Jahren Geschäftsführer der Dependance eines US-amerikanischen Unternehmens, zum 1. Januar 2018 kaufte er den Standort und machte ihn zum Familienunternehmen. Das Geschäft ist der Formwerkzeugbau zur Herstellung von Papptellern und Pappschalen.
Seine Ausbildung hat Bischoff bei einem Kunden des elterlichen Betriebs absolviert, um an Maschinen aus dem eigenen Hause zu lernen. Mit zählbarem Erfolg: 100 Prozent in der praktischen Prüfung, in der er eine Maschine umbauen, einrichten und für die Produktion fertig machen musste. Im theoretischen Teil – schriftlich geprüft wurden die Bereiche Produktionsplanung, Produktionstechnik und Wirtschaft – kam Bischoff auf 98 Prozent. Viel mehr geht nicht. „Produktionstechnische Dinge kann ich mir gut vorstellen, schnell im Kopf zurechtlegen und dann auch umsetzen.

"Es ist eine gute Zeit für Pappe.“ Julian Bischoff lacht, als er die Feststellung formuliert. Seit Plastik und Aluminium vor allem als Verpackung von Lebensmitteln zunehmend vermieden werden, weil sie schlecht für die Umwelt sind, komme Pappe als Material immer stärker zum Zug. Für den Marktführer zur Hersteller von Formwerkzeugbau zur Produktion von Papptellern und -schalen eine erfreuliche Entwicklung. Und die macht sich bemerkbar: weil es im Arnold-Sommerfeld-Ring 2 in Baesweiler langsam eng wird, schaffen sich Bischoffs gleich in der Nachbarschaft mit dem Bau einer neuen Halle Platz. Im Dezember soll der Bau fertig werden, anschließend steht Ende diesen, Anfang kommenden Jahres der Umzug an.
Eine gute Zeit für Pappe bedeutet eine gute Zeit für den Betrieb bedeutet viel Arbeits- und wenig Freizeit. So sieht es bei Julian Bischoff derzeit aus, was ihm allerdings – das betont er – nichts ausmache, weil er gerne arbeite. Im seinem Job geht er auf. So sehr, dass er – egal ob in heimischen oder ausländischen Supermärkten – gerne mal ein Auge auf Verpackungen wirft um zu sehen, ob Schale, Teller und Co. mit Maschinen-Know-How aus Baesweiler hergestellt wurden. Und wenn er doch ein paar Stunden zur freien Verfügung hat? Dann ist er gerne mit Freunden unterwegs, kellnert im VIP-Bereich der Alemannia oder spielt Volleyball.

Aktuell sind 14 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, Tendenz steigend. Bischoffs suchen nämlich qualifizierte Werkzeugbauer und Zerspanungsmechaniker, die sich vorstellen könnten, bei „Peerless Machine & Tool GmbH“ in Baesweiler zu arbeiten.


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